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OECD: GenAI-Chatbot-Nutzung stieg von 18 % auf 28 % der Bevölkerung in einem Jahr

Redaktionelle Illustration: OECD-Studie zur Nutzung generativer KI-Chatbots in 37 Ländern weltweit

Eine OECD-Analyse auf Basis von SimilarWeb-Daten für 37 GPAI-Länder zeigt, dass die Nutzung generativer KI-Chatbots zwischen Januar 2025 und Januar 2026 von etwa 18 % auf 28 % der Bevölkerung gestiegen ist. Singapur führt mit 63 % Adoption, die Altersgruppe 25–34 überschreitet 50 %, und Nutzer von Claude und Copilot tendieren zu professionellen Tools.

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Dieser Artikel wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz aus Primärquellen erstellt.

Eine Analyse der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die Ende Juni 2026 veröffentlicht wurde, liefert die ersten umfassenden Daten darüber, wie Einwohner von 37 Ländern der KI-Partnerschaft (GPAI) generative KI-Chatbots nutzen — und die Zahlen offenbaren eine Beschleunigung, die bei digitalen Technologien selten zu beobachten ist.

Wachstum, das frühere digitale Wellen übertrifft

Daten, die SimilarWeb zwischen Februar 2024 und März 2026 erhoben hat, zeigen, dass der Anteil der Bevölkerung, der GenAI-Chatbots aktiv nutzt, von etwa 18 % (Januar 2025) auf 28 % (Januar 2026) gestiegen ist — ein Anstieg von zehn Prozentpunkten in nur einem Jahr. Zum Vergleich: Die Smartphone-Penetration benötigte in entwickelten Märkten fast ein Jahrzehnt für einen ähnlichen Sprung.

Die Marktkonzentration ist ausgeprägt: ChatGPT, Claude und Gemini machen praktisch den gesamten Web-Traffic zu Chatbot-Oberflächen in allen beobachteten GPAI-Ländern aus, was bedeutet, dass der Markt de facto ein dreischichtiges Oligopol ist.

Singapur, Japan und die Türkei führen bei der Adoption

Die geografische Verteilung der Adoption ist nicht gleichmäßig. Singapur verzeichnet eine Rate von 63 % der Bevölkerung, die KI-Chatbots nutzt — fast doppelt so hoch wie der globale Durchschnitt und ein Sprung von 36 % im Vorjahr. Japan und die Türkei haben ihre Nutzungsraten zwischen 2024 und 2025 mehr als verdoppelt, was sie neben schnell wachsenden Märkten einreiht, die hohe digitale Kompetenz mit aktiven institutionellen Anreizen kombinieren.

Diese geografische Divergenz deutet auf unterschiedliche Kombinationen von Faktoren hin: Regulierungsrahmen, digitale Kompetenz, Infrastrukturgeschwindigkeit und das Vorhandensein lokaler KI-Initiativen im Bildungs- und Unternehmenssektor.

Wer sind die KI-Chatbot-Nutzer?

Das demografische Profil zeigt deutlich die Dominanz jüngerer Berufstätiger. Mehr als 50 % der Bevölkerung in der Altersgruppe 25–34 nutzten im Februar 2026 Chatbots. Am anderen Ende des Spektrums nutzen Personen über 65 Jahre diese Tools in nur 8 % der Fälle — eine Lücke von mehr als 40 Prozentpunkten innerhalb einer Bevölkerung.

Interessant ist jedoch, dass das „Altern” der Nutzerbasis beschleunigt. Der Anteil der Nutzer über 35 Jahre stieg von 38 % (Februar 2024) auf 48 % (Februar 2026) — was bedeutet, dass Chatbots langsam auch in demografische Segmente vordringen, die sie anfangs nicht schnell adoptierten.

Die Geschlechterdynamik ist komplexer als intuitiv erwartet. Global nutzen Männer Chatbots etwas mehr, aber der Unterschied ist geringer als bei vielen anderen Technologien. Ausnahme ist Korea, wo die Nutzung bei Männern fast doppelt so hoch ist wie bei Frauen. Andererseits verzeichnen 10 Länder — darunter Singapur, Kolumbien, Tschechien, Finnland, Ungarn, Irland, Mexiko und Neuseeland — eine höhere Adoptionsrate bei Frauen.

Nutzerverhalten unterscheidet sich je nach Plattform

Die Analyse von Web-Traffic-Mustern zeigt einen wesentlichen Unterschied in den Nutzerprofilen zwischen den einzelnen Plattformen.

Nutzer von Claude und Microsoft Copilot besuchen deutlich häufiger LinkedIn, GitHub und Notion — was auf eine überwiegend berufliche und entwicklungsorientierte Nutzung hindeutet. Diese Nutzer suchen ein Tool, das ihnen bei der professionellen Arbeit hilft: Code schreiben, Dokumente analysieren, Projekte verwalten.

Nutzer von ChatGPT und Gemini tendieren eher zu YouTube, Instagram und Facebook, was eine breitere, freizeit-professionelle Basis nahelegt — von Studenten bis hin zu Kreativen, die Inspiration oder schnelle Antworten suchen.

Die durchschnittliche Besuchsdauer steigt bei allen Plattformen: von 4,5 Minuten (Mitte 2024) auf mehr als 5,5 Minuten (Anfang 2026), was auf eine immer tiefere Integration von Chatbots in alltägliche Workflows hindeutet und nicht nur gelegentliche Anfragen.

Methodologische Zuverlässigkeit und Datenbeschränkungen

Die OECD führte eine externe Validierung durch, bei der SimilarWeb-Schätzungen mit zwei unabhängigen Quellen verglichen wurden. Die Korrelation mit Eurostat-Umfragedaten beträgt 0,63 und mit Daten des Microsoft AI Economy Institute 0,78 — was die Forscher als solides Ergebnis für eine auf Web-Traffic basierende Methodik bewerten, insbesondere angesichts der Unterschiede in Definitionen und Erhebungszeiträumen.

Methodologische Einschränkungen bleiben bestehen: SimilarWeb-Daten decken weder die Nutzung mobiler Apps noch API-Integrationen innerhalb von Unternehmenstools ab. Die tatsächliche Nutzung von GenAI-Systemen ist daher wahrscheinlich höher als die angezeigten Prozentsätze.

Implikationen für Politik und Industrie

Die OECD sendet mit dieser Studie eine klare Botschaft an politische Entscheidungsträger: Der Unterschied zwischen älteren und jüngeren Nutzern sowie Geschlechterunterschiede in einzelnen Ländern erfordern gezielte Interventionen in der digitalen Bildung. Hohe Adoptionsraten bei jüngeren Generationen — insbesondere in Singapur — legen nahe, dass KI-Kompetenz zur Schlüsselkompetenz auf dem Arbeitsmarkt wird, vergleichbar mit Spreadsheet-Kenntnissen in den 1990er-Jahren.

Für die Industrie ist die Information über die zunehmend längere durchschnittliche Besuchsdauer entscheidend: Nutzer experimentieren nicht — sie integrieren KI-Tools in reguläre Arbeitsprozesse. Das eröffnet Raum für spezialisierte, professionell ausgerichtete Dienste, die auf Segmente abzielen, die dominante Plattformen noch nicht vollständig abgedeckt haben.

Häufig gestellte Fragen

Welches Land hat die höchste GenAI-Chatbot-Adoptionsrate?
Singapur führt mit 63 % Adoption bis 2025, was fast doppelt so hoch ist wie der globale Durchschnitt von 28 %.
Welche Altersgruppen nutzen KI-Chatbots am wenigsten?
Personen über 65 Jahre verzeichnen nur 8 % Adoption, gegenüber mehr als 50 % in der Altersgruppe 25–34 Jahre.
Unterscheidet sich das Nutzerverhalten zwischen den einzelnen Chatbot-Plattformen?
Ja — Nutzer von Claude und Copilot besuchen häufiger LinkedIn, GitHub und Notion, während Nutzer von ChatGPT und Gemini eher zu YouTube, Instagram und Facebook tendieren.