CNCF: Goodput-Metrik zeigt fast 10× schlechtere p95-Latenz bei durchsatzoptimiertem LLM-Serving
Akamas-Ingenieur Graziano Casto zeigt im CNCF-Blog, dass Goodput — abgeschlossene Anfragen pro Sekunde innerhalb der Ziel-Latenz — eine bessere Metrik für LLM-Serving ist als reiner Durchsatz. Ein Benchmark auf Qwen2.5-7B und einer NVIDIA-A10G-GPU zeigt, dass eine Konfiguration mit 50 % höherem Durchsatz eine fast 10× höhere p95-Latenz haben kann, von 50 auf 494 Millisekunden.
Dieser Artikel wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz aus Primärquellen erstellt.
Was ist Goodput und warum unterscheidet es sich vom Durchsatz?
Goodput misst die Anzahl abgeschlossener Anfragen pro Sekunde, die eine vordefinierte Ziel-Latenz einhalten, während Durchsatz alle verarbeiteten Anfragen zählt, unabhängig davon, ob sie schnell genug sind. Akamas-Ingenieur Graziano Casto zeigt im CNCF-Blog, dass höherer Durchsatz nicht zwangsläufig besseren Service bedeutet — eine Konfiguration kann insgesamt mehr Anfragen verarbeiten, aber einen Teil davon mit inakzeptabel langer Latenz für den Endnutzer.
Benchmark: 50 % höherer Durchsatz bei fast 10× schlechterer Latenz
Ein Test am Modell Qwen2.5-7B, auf einer einzelnen NVIDIA-A10G-GPU innerhalb eines EKS-Clusters (Amazon Elastic Kubernetes Service), mit der vLLM-Serving-Engine und dem Lastsimulationstool GuideLLM, zeigte, dass eine Konfiguration mit 50 % höherem kombiniertem Durchsatz eine fast 10× höhere p95-Time-per-Output-Token — die Latenz, unter der 95 % der Anfragen bleiben — haben kann, von rund 50 Millisekunden auf rund 494 Millisekunden. Getestet wurden drei Workload-Typen: Chatbot mit strenger TTFT-Anforderung (Time-to-First-Token, Zeit bis zum ersten Token), Reasoning mit einer Ausgabe von etwa 4.000 Token sowie agentische Abläufe mit kurzen verketteten Aufrufen.
Empfehlung: automatisierte Parametersuche
Casto empfiehlt eine automatisierte Suche über Parameter wie gpu_memory_utilization, max_num_batched_tokens und max_num_seqs, um die Serving-Konfiguration direkt für Goodput statt für reinen Durchsatz zu optimieren. Der Ansatz erfordert getrenntes Testen je Workload-Typ, da Chatbot-, Reasoning- und agentische Szenarien unterschiedliche Ziel-Latenzen und Toleranzen haben, sodass keine einzelne universelle Konfiguration alle Fälle gleich gut abdeckt.
Manuelles Durchsuchen von Parameterkombinationen für jede Modell-GPU-Kombination ist angesichts der großen Zahl möglicher Einstellungen unpraktikabel, weshalb Casto einen automatisierten Prozess befürwortet, der Konfigurationen systematisch testet und diejenige mit dem besten Goodput für den jeweiligen Workload-Typ auswählt. Teams, die LLMs in Produktion betreiben, erhalten damit eine konkrete Methode, um die Falle zu vermeiden, ausschließlich auf Durchsatz zu optimieren — was im Benchmark zu einer fast zehnfach schlechteren p95-Latenz für den Endnutzer führt.
Häufig gestellte Fragen
- Was ist Goodput und wie unterscheidet es sich vom Durchsatz?
- Goodput zählt nur abgeschlossene Anfragen pro Sekunde, die eine Ziel-Latenz einhalten, während Durchsatz alle verarbeiteten Anfragen unabhängig von der Geschwindigkeit zählt, sodass ein höherer Durchsatz schlechte Latenz bei einem Teil der Anfragen verdecken kann.
- Wie stark unterschied sich die p95-Latenz im CNCF-Benchmark?
- Eine Konfiguration mit 50 % höherem kombiniertem Durchsatz beim Modell Qwen2.5-7B auf einer NVIDIA-A10G-GPU hatte eine fast 10× höhere p95-Time-per-Output-Token — rund 50 Millisekunden bei der goodput-bewussten Konfiguration gegenüber rund 494 Millisekunden.
- Welche Parameter empfiehlt Akamas zur Optimierung des Goodputs?
- Empfohlen wird eine automatisierte Suche über die Parameter gpu_memory_utilization, max_num_batched_tokens und max_num_seqs, getestet getrennt für Chatbot-, Reasoning- und agentische Workload-Typen.
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