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NVIDIA: JUPITER — Europas erstes Exascale-Supercomputer stellt Wissenschaftsrekorde auf der ISC 2026 auf

Editorial illustration: Europäisches Rechenzentrum mit NVIDIA Grace Hopper Chips und blauen InfiniBand-Kabeln

JUPITER ist Europas erstes Exascale-Supercomputer, untergebracht im Forschungszentrum Jülich in Deutschland. Angetrieben von NVIDIA Grace Hopper Superchips und Quantum-X800-InfiniBand-Netzwerk kartierte JUPITER 86 Milliarden Neuronen, brach einen Quantenrekord mit der Simulation von 50 Qubits und erreichte einen Weltrekord bei Klimasimulationen.

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JUPITER: Europas Durchbruch im Exascale-Computing

JUPITER (Joint Undertaking Pioneer for Innovative and Transformative Exascale Research) ist im Forschungszentrum Jülich in Deutschland untergebracht und stellt Europas erstes Exascale-Supercomputer dar — ein System, das mehr als 10^18 arithmetische Operationen pro Sekunde ausführen kann. Die Hardwarebasis besteht aus bis zu 20.480 NVIDIA Grace Hopper Superchips, die über ein Quantum-X800-InfiniBand-Netzwerk miteinander verbunden sind, während kleinere Konfigurationen je nach Arbeitslast mit 4.096 Chips beginnen. Die auf der ISC 2026 präsentierten Leistungen bestätigen, dass JUPITER nicht nur ein symbolischer Meilenstein für Europa ist, sondern ein System, das verändert, was überhaupt berechenbar ist.

Was erreicht JUPITER dort, wo frühere Systeme versagten?

Die Antwort liegt in der Kombination aus Speicherkapazität und Netzwerkdurchsatz, die in vernünftigen Zeitrahmen bisher unerreichbare Verarbeitungen ermöglicht. Das CytoNet-Foundation-Modell, spezialisiert auf die Analyse von Hirngewebe, verarbeitete 6,5 Petabyte Daten aus 21 Post-mortem-Gehirnen in weniger als 5 Tagen und kartierte alle 86 Milliarden Neuronen. Dieselbe Aufgabe würde auf einem konventionellen Cluster Wochen dauern. Parallel dazu erreichte eine Klimasimulation des Erdsystems mit einer Auflösung von 1 Kilometer etwa 146 simulierte Klimatage innerhalb von 24 Stunden Rechenzeit — ein Weltrekord für diesen Modelltyp. Frühere europäische Systeme arbeiteten mit Auflösungen von 5 bis 10 km, was bedeutet, dass die Präzision um das 25- bis 100-Fache gestiegen ist.

Quantenrekord und industrielle Anwendung

JUPITER führte eine vollständige Simulation eines 50-Qubit-Quantencomputers durch und übertraf damit den bisherigen Rekord von 48 Qubits. Der Unterschied von zwei Qubits klingt gering, doch jedes zusätzliche Qubit verdoppelt den Speicherbedarf der Simulation — die Simulation von 50 Qubits erfordert viermal mehr Ressourcen als die von 48. Neben akademischen Anwendungen nutzen Ericsson und das Forschungszentrum Jülich JUPITER gemeinsam für das KI-Training von Modellen zukünftiger 6G-Netzwerke, was bestätigt, dass europäische Exascale-Kapazitäten auch den Privatsektor anziehen. Der NVIDIA Grace Hopper Superchip — eine Kombination aus ARM-basiertem Grace-CPU-Kern und Hopper-GPU-Architektur in einem Paket — ist entscheidend für die Energieeffizienz des Systems im Vergleich zu klassischen x86-plus-diskreter-GPU-Konfigurationen.

Was bedeutet das für Europas Rechenunabhängigkeit?

JUPITER ist im Rahmen des EuroHPC-Joint-Undertaking-Programms in Betrieb, dessen Ziel es ist, Europas Abhängigkeit von außereuropäischer Infrastruktur zu verringern. Mit diesem System erhalten europäische Forscher Zugang zu Exascale-Kapazitäten, ohne Rechenzeit auf amerikanischen oder japanischen Systemen wie Frontier (Oak Ridge) oder Fugaku reservieren zu müssen. Die ISC-2026-Ergebnisse von JUPITER positionieren Europa klar als gleichwertigen Teilnehmer im globalen Wettbewerb um Supercomputing-Dominanz.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet Exascale und warum ist JUPITER wichtig?
Exascale bezeichnet Computersysteme, die mehr als 10^18 (eine Trillarde) Operationen pro Sekunde ausführen können. JUPITER ist Europas erstes System dieser Klasse und bricht bereits Weltrekorde in Klima-, Neurogesundheits- und Quantensimulationen.
Welche konkreten Ergebnisse des JUPITER-Supercomputers wurden auf der ISC 2026 präsentiert?
CytoNet verarbeitete 6,5 Petabyte Gehirndaten in 5 Tagen, eine Klimasimulation erreichte 1-km-Auflösung auf Erdebene, und eine Quantensimulation übertraf den bisherigen Rekord von 48 Qubits mit der vollständigen Simulation eines 50-Qubit-Systems.