Anthropic: Umfrage mit 51.993 Befragten enthüllt Ängste — Jobverlust besorgt 64 Prozent der Amerikaner
Anthropic hat die Ergebnisse der ersten Umfrage einer geplanten jährlichen Reihe zu den Einstellungen der Amerikaner gegenüber KI veröffentlicht. Die YouGov-Erhebung mit 51.993 Befragten aus November und Dezember 2025 zeigt, dass Jobverlust 64 Prozent der Amerikaner besorgt, während 71 Prozent staatliche KI-Regulierung befürworten — mit bipartisaner Mehrheit.
Dieser Artikel wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz aus Primärquellen erstellt.
Anthropic veröffentlichte am 12. Juni 2026 die Ergebnisse der ersten in einer Reihe geplanter jährlicher Umfragen zu den Einstellungen der amerikanischen Öffentlichkeit gegenüber künstlicher Intelligenz. Die Erhebung wurde vom Meinungsforschungsinstitut YouGov an einer Stichprobe von 51.993 Befragten in November und Dezember 2025 durchgeführt, mit einer Fehlergrenze von ±0,6 Prozentpunkten. Ziel der Reihe ist es, die Entwicklung der öffentlichen Meinung zu KI systematisch zu verfolgen und sowohl Entscheidungsträger als auch die Branche mit fundierten Grundlagen zu versorgen.
Hoffnungen der Amerikaner: Krankheitsheilung an erster Stelle
Auf die Frage nach den größten Hoffnungen im Zusammenhang mit KI sprachen sich die Amerikaner nahezu einhellig für humanitäre und medizinische Szenarien aus. 48 Prozent der Befragten nannten die Heilung schwerer Krankheiten — Krebs, Alzheimer und verwandte Erkrankungen — unter ihren drei größten positiven Erwartungen an KI. Auf dem zweiten Platz folgt Unterstützung für Menschen mit Behinderungen mit 36 Prozent, während allgemeinen technologischen Fortschritt und verbesserter Lebensqualität 23 Prozent der Befragten wählten.
Diese Ergebnisse legen nahe, dass die amerikanische Öffentlichkeit KI in erster Linie als potenzielles medizinisches und gesellschaftliches Werkzeug betrachtet und nicht als abstrakte Produktivitätstechnologie. Dieser Befund ist potenziell relevant für Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die in den kommenden Jahren Entwicklungs- und Anwendungsprioritäten für KI-Systeme gestalten.
Angst vor Jobverlust — führende Sorge aller Bevölkerungsgruppen
Die bei weitem häufigste Angst in der Umfrage ist der Automatisierungsdruck auf dem Arbeitsmarkt: 64 Prozent der Befragten nannten den Jobverlust durch KI als eine ihrer führenden Sorgen. Die Studie betont, dass diese Angst über alle demografischen Gruppen und Parteizugehörigkeiten hinweg konsistent ist — es ist die einzige Frage, bei der keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen bestehen. Es folgen kognitive Abhängigkeit von KI-Tools (56 Prozent) und Desinformation (52 Prozent).
Die geografische Analyse zeigt gewisse Schwankungen: Die Sorge um den Jobverlust ist in Iowa am höchsten, wo 71 Prozent der Befragten sie äußern, und in Mississippi am niedrigsten mit 57 Prozent. Die Erhebung verzeichnet auch einen kontraintuitiven Befund: Tägliche KI-Nutzer sind etwas weniger besorgt über Jobverlust (54 Prozent) im Vergleich zu Personen, die KI nicht täglich nutzen (70 Prozent) — was darauf hindeuten könnte, dass Erfahrung mit den Tools die intensivsten Ängste mildert.
Wer soll über die KI-Entwicklung entscheiden?
Einer der auffälligsten Befunde der Umfrage ist eine tiefe Vertrauenskrise gegenüber KI-entwickelnden Unternehmen. Nur 15 Prozent der Amerikaner sind der Meinung, dass KI-Unternehmen wichtige Entscheidungen über die KI-Entwicklung eigenständig treffen sollten. Im Vergleich dazu vertrauen 43 Prozent der Befragten unabhängigen Experten, 20 Prozent der Bundesregierung und 19 Prozent den Landes- und Kommunalregierungen.
Dieses Vertrauensdefizit spiegelt sich auch in der Wahrnehmung von Verantwortlichkeit wider: 47 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass KI-Unternehmen für durch ihre Systeme verursachte Schäden rechtlich haftbar gemacht werden sollten. Zugleich priorisieren 44 Prozent der Amerikaner Sicherheit vor Entwicklungsgeschwindigkeit — ein klares Signal, dass die Öffentlichkeit kein Szenario befürwortet, in dem das Innovationstempo auf Kosten von Sicherheitsmaßnahmen beschleunigt wird.
Regulierung: bipartisane Unterstützung für staatliche Aufsicht
Trotz der tiefen Polarisierung der amerikanischen Gesellschaft in fast allen Fragen erweist sich die KI-Regulierung als seltenes Feld bipartisanen Konsenses. 71 Prozent der Amerikaner befürworten eine staatliche Beteiligung an der KI-Regulierung — diese Meinung teilen 79 Prozent der Demokraten, 68 Prozent der Republikaner und 69 Prozent der Unabhängigen.
Die von den Befragten genannten Regulierungsprioritäten gliedern sich in drei Themenbereiche: Datenschutz (56 Prozent), Kinderschutz (52 Prozent) und Einführung rechtlicher Unternehmenshaftung für KI-Schäden (49 Prozent). Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Öffentlichkeit keine abstrakte „Aufsicht” verlangt, sondern konkrete gesetzgeberische Eingriffe in spezifisch und klar definierten Risikobereichen — was ein relevantes politisches Signal für aktuelle gesetzgeberische Debatten zur KI-Regulierung darstellen kann.
Häufig gestellte Fragen
- Was ist die größte Hoffnung der Amerikaner im Zusammenhang mit KI?
- Die Heilung schwerer Krankheiten wie Krebs und Alzheimer — diese Option nannten 48 Prozent der Befragten. Auf Platz zwei folgt Unterstützung für Menschen mit Behinderungen mit 36 Prozent.
- Wie viele Amerikaner befürworten staatliche KI-Regulierung?
- Volle 71 Prozent der Befragten befürworten eine staatliche Beteiligung an der KI-Regulierung, mit nahezu gleicher bipartisaner Unterstützung — 79 Prozent der Demokraten und 68 Prozent der Republikaner.
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